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MA 15, Prüfung durchgeführter Krankenbegutachtungen bzw. Krankenkontrollen in den Jahren 2011 und 2012


Das Kontrollamt nahm für den Prüfungszeitraum Jänner 2011 bis März 2012 Einschau in die Abläufe bei länger andauernden krankheitsbedingten Absenzen der öffentlichen Bediensteten der Stadt Wien bei der Magistratsabteilung 2 und im Speziellen der amtsärztlichen Begutachtungen der Magistratsabteilung 15. Zudem wurde auch die grundsätzliche Abwicklung der Krankenkontrollen bei krankheitsbedingten Absenzen der Versicherten der Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien hinterfragt.


Aufgrund von zahlreichen strukturellen und organisatorischen Umbildungen waren während des Prüfungszeitraumes deutliche Verzögerungen bzw. Rückstände im Prozessablauf der amtsärztlichen Begutachtungen der Magistratsabteilung 15 festzustellen. Diese Irritationen im Prozessablauf wurden unter anderem zusätzlich durch Personalengpässe, beispielsweise im fachärztlichen Bereich, durch ein noch nicht optimiertes elektronisches Protokollsystem sowie durch die Schaffung einer neuen dezentralen Begutachtungsstelle - welche zum Teil die Ressourcen der Zentrale der Magistratsabteilung 15 reduzierte - verschärft.


Die stichprobenweise eingesehenen Originalakten der Magistratsabteilung 15 lagen vollständig vor und konnten grundsätzlich nachvollzogen werden, wenngleich das Kontrollamt eine übersichtlichere und gesamthafte Dokumentation der Krankenakten - hinkünftig auch in elektronischer Form - anregte.


Darüber hinaus zeigte das Kontrollamt im Bericht mögliche Doppelgleisigkeiten in der Untersuchungspraxis zwischen Magistratsabteilung 15 und der Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien auf, nachdem die Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien neben den bisher untersuchten Vertragsbediensteten seit Jänner 2012 nun auch verstärkt Beamtinnen bzw. Beamte einer Krankenkontrolle unterzieht. Zur besseren Koordination wurde daher die Implementierung einer Informationsplattform zwischen der Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien und den Magistratsabteilungen 2 und 15 angeregt.



 
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