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Unternehmung "Wiener Krankenanstaltenverbund", AKH, Prüfung der Entwicklung und der Wahrnehmung der Auftraggeberfunktion im Bereich der technischen Betriebsführung


Die Durchführung der technischen Betriebsführung des Allgemeinen Krankenhauses der Stadt Wien - Medizinischer Universitätscampus der VAMED-KMB Krankenhausmanagement und Betriebsführungsges.m.b.H. obliegt auf Grundlage des Technischen Betriebsführungsvertrages, der mit der Zusatzvereinbarung des Jahres 2004 und den nachfolgend abgeschlossenen Ergänzenden Vereinbarungen nennenswert modifiziert wurde. Auch wenn im Betrachtungszeitraum der Jahre 2005 bis 2010 die vereinbarten Zielvorgaben und Inhalte größtenteils zur Umsetzung gelangten, zeigte die Einschau in Bezug auf einzelne Themengebiete einen Handlungsbedarf der Vertragsparteien auf.


Die Leistungserbringung der Betriebsführungsgesellschaft wies nämlich insofern Verbesserungs- und Optimierungspotenziale auf, als eine wirtschaftliche und zeitgerechte Leistungsabwicklung und Dokumentation nicht durchgängig gegeben war. Ebenso lag ein die Erfordernisse der Auftraggeberin berücksichtigendes Berichtswesen noch nicht vor. Demgegenüber gaben die von der Teilunternehmung Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien - Medizinischer Universitätscampus an die Betriebsführungsgesellschaft vorgenommenen Leistungsauslagerungen bzw. Leistungserweiterungen Anlass zur Kritik, zumal diesen keine Wirtschaftlichkeitsberechnungen zugrunde lagen. Darüber hinaus fand die von der Teilunternehmung in Anspruch genommene Zwischenfinanzierung von effizienzsteigernden Maßnahmen keinen Eingang in das Rechnungswesen der Unternehmung "Wiener Krankenanstaltenverbund".


Durch die Einsetzung einer externen technischen begleitenden Prüfung zusätzlich zur externen kaufmännischen Prüfung wurde die der Auftraggeberfunktion inhärente Kontrollkompetenz in weiten Teilen externen Sachverständigen übertragen. Mit den bis zum Ende der Einschau erfolgten personellen Abgängen erfuhr die Personalsituation der Technischen Direktion des Allgemeinen Krankenhauses der Stadt Wien - Medizinischer Universitätscampus eine weitere Schwächung und führte zu wesentlichen Einschränkungen in der Aufgabenwahrnehmung. Zur Stärkung der Eigentümer- bzw. Auftraggeberseite wurde die Umsetzung einer Reihe von Maßnahmen empfohlen.


 
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