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WH Medien GmbH, Prüfung der Gebarung

Die WH Medien GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 3. September 1975 unter dem Firmenwortlaut Kabel-TV-Wien Gesellschaft m.b.H. errichtet und im Geschäftsjahr 2011 als übernehmende Gesellschaft mit der WH Medienbildungs und -strategie GmbH als übertragende Gesellschaft unter dem neuen Firmennamen WH Medien GmbH verschmolzen. Aufgabe der WH Medien GmbH ist unter anderem die Entwicklung von Medienstrategien und Medienberatung sowie die Herstellung und der Vertrieb von Hörfunk- und Fernsehprogrammen, von interaktiven Medien- und von Onlinediensten.


Die Einschau des Stadtrechnungshofes Wien in die Jahresabschlüsse der Geschäftsjahre 2010 bis 2013 führte zu Feststellungen und Empfehlungen im Bereich der Durchführung von Saldenbestätigungsaktionen bei konzerninternen Forderungen, der Nachvollziehbarkeit von Geschäftsvorfällen, der Verkleinerung des Aufsichtsorgans, der Erstellung von Prüfberichten durch die beauftragte Abschlussprüferin und einzelnen bilanziellen Ausweisfragen. Bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung der WH Medien GmbH empfahl der Stadtrechnungshof Wien kostendämpfende Maßnahmen bei den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" und die mittelfristige Erreichung eines positiven Betriebsergebnisses. Als für die derzeitige Geschäftsführung und die von ihr zu verantwortende finanzielle Situation der WH Medien GmbH besonders belastend, erwiesen sich die in der Vergangenheit durch die Wien Holding GmbH abgeschlossenen Pensionszusagen, die sukzessive mit weitergehenden Sonderrechten für die frühere Geschäftsführung ausgestaltet wurden. Insgesamt ist durch diese Pensionsvorsorgeverpflichtungen bis zu einem Fünftel der Bilanzsumme dem finanziellen Handlungs- und Gestaltungsspielraum der WH Medien GmbH entzogen, weshalb empfohlen wurde, Maßnahmen über eine vertragliche Anpassung zur Reduktion der Pensionsverpflichtungen in Abstimmung mit der Wien Holding GmbH zu ergreifen.


 
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