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Wiener Netze GmbH, Smart Campus, Prüfung des 1. Bauabschnittes

Der Stadtrechnungshof Wien unterzog die Bauleistungen über die Baugrubenaushubarbeiten, die Baugrubensicherung und Entsorgung inklusive der Bodenverbesserungsmaßnahmen für das Projekt Smart Campus im 11. Wiener Gemeindebezirk am Gelände des ehemaligen Gaswerks Simmering einer stichprobenweisen Prüfung.


Der Prüfungsschwerpunkt richtete sich auf die Qualität der Ausschreibungsunterlagen, die Abwicklung der Auftragsvergabe, die Durchführung der Abrechnung der Leistungen sowie die Behandlung von Zusatzangeboten.


Die Ausschreibungsunterlagen beinhalteten umfangreiche Pläne, Gutachten und Studien, die als zusätzliche Informationen zum Leistungsverzeichnis den Bieterinnen bzw. Bietern für ihre Angebotskalkulationen zur Verfügung standen. Damit trug die Wiener Netze GmbH bereits im Vorfeld zum positiven Gelingen des Bauvorhabens wesentlich bei.


Verbesserungspotenzial war hinsichtlich der Angebotsprüfung festzustellen, da bei der Prüfung der Angemessenheit der Preise trotz Vorlage der Detailkalkulationen von der späteren Auftragnehmerin eine dokumentierte inhaltliche Prüfung durch die Auftraggeberin nicht erkennbar war. Betreffend die Abrechnung der Leistungen konnten einige in der Ausschreibung vereinbarte Nachweise innerhalb des Einschauzeitraumes nicht vorgelegt werden.


Im Zuge der Bauausführung wurden sowohl von der Auftraggeberin als auch von der Auftragnehmerin Leistungsänderungen vorgeschlagen. Bei der Behandlung der daraus resultierenden Zusatzangebote wurde festgestellt, dass die Begründung für die Leistungsänderungen und die Prüfung des wirtschaftlichen Vorteils für die Auftraggeberin umfassender erfolgen hätte sollen, sowie bei der Herleitung der Mehrkosten die Grundlagen der ursprünglichen Angebotskalkulation verstärkt berücksichtigt hätten werden müssen.


 
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