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MA 29, Prüfung der Wientalterrasse im Hinblick auf Sicherheit und Zusatzkosten Prüfersuchen gem. § 73e Abs 1 WStV vom 30. Dezember 2015

Aus Anlass eines Prüfungsersuchens gem. § 73e Abs 1 der Wiener Stadtverfassung prüfte der Stadtrechnungshof Wien die im 5. Wiener Gemeindebezirk befindliche, im September 2015 eröffnete Wientalterrasse im Hinblick auf Sicherheit und Zusatzkosten.

Die Wientalterrasse überspannt mit einer Fläche von rd. 1.000 m2 die Trasse der UBahnlinie U4 und dient als Erholungsraum. Die unterschiedlich geneigte Oberfläche besteht aus einem Belag aus heimischer Gebirgslärche auf einer Holzunterkonstruktion. Durch die Terrasse führt ein betonierter Gehweg. An einer Seite wurden Poller installiert, an denen im Fall einer Sperre der Wientalterrasse bei ungünstigen Witterungsverhältnissen Gitterelemente zur Einzäunung bzw. Absperrung angebracht werden können.

Der von einem Architekturbüro geplante Holzbelag wurde im Zuge von Workshops von den beteiligten Magistratsabteilungen und anderen Teilnehmenden mehrheitlich als geeignete Oberfläche für diesen Erholungsraum bestätigt. Eine Variantenuntersuchung samt Kostenabschätzung wurde laut Angaben der Magistratsabteilung 29 zwar durchgeführt, jedoch nicht dokumentiert und konnte daher nicht vorgelegt werden.

Bezüglich der voraussichtlichen Bestandsdauer der Lärchenbohlen war aufgrund der Bandbreite der zu erwartenden Lebensdauer keine seriöse Prognose möglich.

Für die getroffenen Maßnahmen im Sinn der Verkehrssicherungspflicht abseits winterlicher Witterungsverhältnisse (Schilder, Warnhinweise, saisonale Einzäunung und witterungsbedingte Absperrung) fehlte teilweise der Nachweis. Eine Bewertung der Rutschsicherheit des Holzbelages und des betonierten Gehweges abseits winterlicher Witterungsverhältnisse war nicht durchgeführt worden. Teilbereiche des Holzbelages wiesen ein Gefälle von über 10 % auf, wodurch sie nicht ausreichend nutzungssicher erschienen.

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