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Wien Energie Vertrieb GmbH & Co KG, Prüfung der Gebarung mit Stromherkunftsnachweisen


Die Wien Energie Vertrieb GmbH & Co KG hat in den vergangenen Geschäftsjahren für ihre Stromkennzeichnung Stromherkunftsnachweise im In- und Ausland - losgelöst von der physischen Stromlieferung - gekauft, die dazu dienten, ihre Strategie der Vermeidung des Ausweises der Lieferung von Strom unbekannter Herkunft an Endverbraucherinnen bzw. Endverbraucher umzusetzen.


Die Einschau zeigte, dass die erworbenen Stromherkunftsnachweise ausschließlich der Stromkennzeichnung dienten und mit ihnen keine Handels- bzw. Spekulationsgeschäfte betrieben wurden. Festzustellen war weiters, dass Herkunftsnachweise für aus Wasserkraftwerken erzeugten Strom im Ausland zu günstigeren Preisen als im Inland erworben werden konnten, wodurch vermehrt auf ausländische Herkunftsnachweise zurückgegriffen wurde.


Das Kontrollamt zeigte auf, dass die gesetzlich vorgesehene jährliche Prüfung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und die Evaluierung der Stromkennzeichnung durch die E-Control im fünfjährigen Betrachtungszeitraum zu keinen Beanstandungen führten.


Im Betrachtungszeitraum waren die erfolgswirksamen Aufwendungen aus dem Kauf von Stromherkunftsnachweisen im Verhältnis zum gesamten Fremdstrombezugsaufwand relativ gering, allerdings wird künftig mit steigenden Kosten für die zu erwerbenden Herkunftsnachweise vor allem hinsichtlich der erneuerbaren Energieträger zu rechnen sein.


Bezüglich der Verbuchung der Erlöse der verkauften Herkunftsnachweise sowie der Angaben über Kauf und Herkunft von Herkunftsnachweisen in Lage- und Geschäftsberichten wurden Verbesserungen empfohlen.



 
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